Munition für Revolver

.357 Mag.
.357 Mag.
Die Revolverpatrone
 
Eine Revolverpatrone ist eine Patrone, die hauptsächlich für die Verwendung in einem Revolver konzipiert ist. Sie hat in den meisten Fällen einen Rand, damit die Patronen in den Patronenkammern festgehalten werden und nicht durch die Bohrung in der Trommel fallen. Revolverpatronen haben meistens eine längere Hülse als vergleichbare Pistolenpatronen, die daraus resultierende mögliche größere Treibladung erhöht ihre Durchschlagskraft gegenüber Pistolenmunition. Die bekanntesten Kaliber für Revolver sind .38 Special, .357 Magnum und .44 Magnum

Munition für die Pistole

.45 ACP für Pistole
.45 ACP für Pistole

Kaliber .45 ACP (Automatic Colt Pistol)

 

Das Kaliber .45 ACP (Automatic Colt Pistol) wurde erstmals beim U.S.-amerikanischen Colt M1911 verwendet. Die Zahl beschreibt den Durchmesser des Geschosses in der amerikanischen Maßeinheit Zoll (inch) und beträgt umgerechnet 11,43 mm.

Die Patrone wurde von John Moses Browning im Jahre 1905 entwickelt.

In den frühen 1900er-Jahren zeigte sich in der Kavallerie der US-Streitkräfte, dass die neu eingeführte .38er-Kaliber-Munition im Gefecht nicht die alte .45er-Kaliber-Munition ersetzen kann. Die Mannstopp-Leistung der .38er lag zu niedrig, und die Kavallerie verlangte eine Munition, deren Mannstopp-Leistung auf dem Niveau der alten .45er Colt lag.

Colt und Browning arbeiteten im Jahre 1904 an einer .41er Patrone. Als die Kavallerie im Jahre 1905 nach einer .45er verlangte, wurde der .41er Prototyp vergrößert. Das Originalprojektil hatte ein Gewicht von 13 g (200 grain) und eine Mündungsgeschwindigkeit von 275 m/s. Später wurde sie auf ein Gewicht von 15 g (230 grain) mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 260 m/s modifiziert.

Die .45er ACP liegt somit in der Leistung mit der .40 S&W gleichauf und leicht unter der der .45 Colt.
L. KK Patrone R  .50 Action Express
L. KK Patrone R .50 Action Express

.50 Action Express ist eine Patrone vom Kaliber 12,7 mm.

 

Sie findet nur in einer kleinen Anzahl von Faustfeuerwaffen Verwendung; die bekannteste ist die Desert Eagle.
 
Verschossen aus einer Desert Eagle mit 152mm-Lauf liegt die Mündungsgeschwindigkeit der um 21 g schweren Geschosse bei 425 m/s bei einer Mündungsenergie von etwa 1917 Joule. Werden die Patronen wiedergeladen, lassen sich diese Werte durch eine stärkere Treibladung noch übertreffen. Die .50 Action Express ist somit die stärkste Patrone für Selbstladepistolen auf dem Markt. Ihre Leistungen hinsichtlich der Ballistik werden im Bereich der Munition für Faustfeuerwaffen nur von einigen Revolverpatronen wie .454 Casull oder .500 S&W oder der sehr seltenen Pistolenpatrone .440 Corbon übertroffen.
 
Die Patrone wurde im Jahre 1988 von Evan Whildren von der Firma Action Arms für die Desert Eagle entwickelt. Der Verkauf begann im Jahre 1991. Der Boden der Patrone ist mit dem der Kaliber .44 Magnum identisch. Der Durchmesser der Patronenhülse beträgt 13,9 mm (0,547 Zoll) und ist damit auf dem Niveau schwerer .50-Maschinengewehre. (Zum Vergleich: Die Standardpistolen der deutschen Polizei haben Kaliber 9 mm Parabellum.) Das ermöglicht es, die Patrone nur durch Austausch des Laufes und ohne Änderungen am Lademechanismus in .44 Magnum-Pistolen zu verwenden.
 
Die .50 Action Express wurde für die Jagd und für das Scheibenschießen entwickelt. Sie gilt als sehr präzise Munition, was wohl zum großen Teil dadurch bedingt ist, dass sie nur in sehr hochwertigen Waffen Verwendung findet. Sie wird noch in einigen anderen Pistolen und diversen Gewehren verwendet
9 mm Para
9 mm Para

9 mm Para  

Die "9 mm Luger" wurde 1902 mit der weltbekannten Luger Pistole "P08" auf den Markt gebracht. Anfangs entwickelte Luger für die 08 eine geänderte 7,63 mm Patrone mit den Maßen 7,65x23 mm. Von der Schweiz wurde die 08 mit dieser Patrone gleich übernommen und als "Service-Pistole 1900" eingeführt.

 

Die "Parabellum-Pistole, System Luger / Borchhardt" mit der 7,65 Luger Munition konnte sich bei der preußischen Gewehr-Prüfungs-Kommission als Militärwaffe nicht ganz durchsetzen, da Kommissionare meinten, die Mann-Stop-Wirkung der Patrone wäre zu schwach. 1902 änderte Luger den Hülsenmund der 7,65 auf gut 9 mm und kürzte sie auf 19 mm. Die "Selbstladepistole 04" wurde 1904 bei der kaiserlichen Marine eingeführt, ab 1908 auch im kaiserlichen Heer als Standart Pistole eingesetzt und ist bis heute als "P08" bekannt. Bis 1915 verwendete man Kegelstumpfgeschosse, die dann aber durch Vollmantelrundkopfgeschosse ersetzt wurden.

Der Name "Parabellum" leitet sich aus einem Spruch eines lateinischen Feldherren ab:

"Qui desiderat pacem praeparat bellum. Si vis pacem, para bellum" Heißt soviel wie: "Wer Frieden wünscht, bereitet den Krieg vor, wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor" Die Bezeichnung "9 mm Luger" ist aber korrekter und verdrängt das "Para".

1985 ersetzten die Amerikaner die bis dahin verwendete Colt M1911 in .45 ACP durch die Beretta M92-F in 9 mm. Heute ist sie außerdem Nato Standartkaliber und wird bei fast jeder Pistole und Maschinenpistole als Standartkaliber verwendet.

Es gibt eine Vielzahl von Herstellern, was die Patrone auch sehr günstig macht.

Gegen geschützte Ziele ist sie allerdings nicht sehr wirkungsvoll, daher kommen nun auch Maschinenpistolen mit neuen, stärkern Kalibern heraus