Die Gewehr und Büchsenpatronen

308 Win. 7,62 x 51
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Mittlere Patrone

Die mittlere Patrone ist eine Verschmelzung aus Kurzwaffenpatrone und Gewehrpatrone (Hochleistungspatrone). Sie ist ein Entwicklungsprodukt der Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges und ist die Munition für sogenannte Sturmgewehre. Sturmgewehre (ursprünglich Maschinenkarabiner) bilden eine Typisierung militärischer Selbstladebüchsen, die gegen Ende des 2. Weltkriegs entwickelt wurde. Sturmgewehre vereinen die Feuergeschwindigkeit von Maschinenpistolen mit der Durchschlagskraft, Präzision und Reichweite von Karabinern und sind somit ideale Infanteriewaffen. Das erste militärisch bedeutsame Sturmgewehr war das deutsche Sturmgewehr 44.

 

Gewehrpatrone

Patronen, die für die Verwendung in einem Gewehr konzipiert sind, heißen Gewehrpatronen. Sie verfügen in der Regel über eine deutlich stärkere Ladung als Patronen für Pistolen und Revolver, da die Treibgase durch die größere Lauflänge länger auf das Geschoss wirken können, womit eine höhere Mündungsgeschwindigkeit erreicht werden kann. Es gibt auch Gewehrpatronen, die in Pistolen oder Revolvern Verwendung finden, wie zum Beispiel die .22 lfB.

 

Büchsenpatrone

Hülsen von Büchsenpatronen haben oft eine Flaschenform, da so der Pulverraum vergrößert werden kann, ohne dass das Länge-Durchmesser-Verhältnis der Hülse zu groß wird. Bei zu lang gestreckten Hülsen bestünde die Gefahr, dass die Ladung bei der Schussentwicklung nicht vollständig zündet und unverbranntes Pulver den Lauf verlässt, was die Leistung vermindern würde. Die Hülsen von Patronen schwerer Jagdkaliber (wie z. B. .450 Nitro Express, .500 Nitro Express, .600 Nitro Express, .585 Nyati und die mit dem größten Geschossdurchmesser, die .700 Nitro Express) oder Kaliber, deren Einführung lange zurückliegt (wie z. B. die 7x65 R), sind zylindrisch oder leicht konisch.